Guin, 21. Mai 2026. Die Mitglieder der carrosserie suisse Sektion Fribourg trafen sich am Donnerstag, 21. Mai 2026, im Gasthof Garmiswil in Guin zur diesjährigen Generalversammlung. Der Abend stand im Zeichen der Entwicklung der Sektion, der Berufsbildung sowie verschiedener Zukunftsperspektiven für die Carrosseriebranche im Kanton Fribourg.
Christian Mettraux, Vorstandsmitglied und Präsident der überbetrieblichen Kurse, begrüsste im Gasthof Garmiswil in Guin 19 anwesende Mitglieder sowie zahlreiche Gäste zur Generalversammlung der Sektion Fribourg. Die Aufnahme von vier neuen Mitgliedern setzte ein erfreuliches Zeichen: Dimab carrosserie, Cristal Auto, Garage-Carrosserie E.M. und Carrosserie de la Veveyse gehören neu offiziell zur Sektion. Damit stärkt die Sektion ihre Verankerung im Kanton und zeigt, dass der gemeinsame Weg innerhalb von carrosserie suisse für die Betriebe weiterhin attraktiv bleibt.
«Es ist erfreulich zu sehen, dass unsere Sektion nicht nur stabil bleibt, sondern sich weiterentwickelt», sagte Vorstandsmitglied Christian Mettraux. «Neue Mitglieder bringen neue Perspektiven, und genau dieser Austausch macht unseren Verband stark.»
Auch im Vorstand wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Dylan Ottet, der die Vorstandsarbeit bereits als Gastmitglied kennengelernt hatte, wurde in das Gremium gewählt. Mit seiner Wahl erhält die Sektion zusätzliche Unterstützung für die künftige Ausrichtung und Weiterentwicklung ihrer Verbandsarbeit.
Berufsbildung bleibt im Fokus
Die Berufsbildung stand erneut im Zentrum der Generalversammlung. Die Zahl der Lehrverhältnisse in den Berufen der Carrosseriebranche bleibt stabil. Gleichzeitig wurden zehn Lehrvertragsauflösungen im Bereich Carrosserielackiererei und acht im Bereich Carrosseriespenglerei verzeichnet.
Christophe Nydegger, Dienstchef des Amts für Berufsbildung des Kantons Fribourg, ordnete diese Zahlen ein. Die meisten Auflösungen seien administrativer Natur, etwa aufgrund eines Betriebswechsels oder formaler Anpassungen. Nur rund 4 % der Fälle führten dazu, dass Lernende keine Anschlusslösung finden.
«Die Stabilität in der Ausbildung ist ein wichtiges Signal für unsere Branche», betonte Christian Mettraux. «Gleichzeitig dürfen wir nicht nachlassen. Junge Menschen brauchen Betriebe, die sie begleiten, fördern und ihnen Perspektiven eröffnen.»
Ergänzend stellte Renata Rudaz die Lehraufsichtskommission vor und informierte die Anwesenden darüber, dass derzeit eine neue Leitung gesucht wird.
Fachthemen mit Blick auf die Zukunft
Neben den statutarischen Geschäften bot die Generalversammlung Raum für verschiedene Branchen und Fachthemen. Behandelt wurden unter anderem die Tätigkeitsberichte der Sektion, die finanzielle Lage, die Carrosserie Academy sowie die überbetrieblichen Kurse. Auch das Marketing der Carrosserieberufe und die Anpassung der Lernendenlöhne wurden diskutiert.
Die Gründung des Vereins «CIE Carrosserie Suisse Fribourg» bildete einen wichtigen Schritt für die Zukunft. «Ziel ist es, einen klaren und anerkannten Rahmen für die Führung der überbetrieblichen Kurse zu schaffen und gleichzeitig den Erhalt bestimmter Subventionen und institutioneller Unterstützungen sicherzustellen, die für deren Betrieb unerlässlich sind», erklärte Alain Chapuis, Arbeitgebersekretär von carrosserie suisse Fribourg. Die Sektion setzt damit ein Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Ausbildungsarbeit.
Integration, Mobilität und neue Herausforderungen
Die Präsentation des Programms FRintegration durch Etienne Guerry gab der Versammlung ebenfalls einen wichtigen Impuls. Das Programm fördert die berufliche Integration und lädt Betriebe dazu ein, sich aktiv daran zu beteiligen. Für die Branche eröffnet dies Chancen, neue Talente zu gewinnen und Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen.
Auch das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt Freiburg präsentierte aktuelle Zahlen. Im Jahr 2025 waren schweizweit rund 41,8 % der Fahrzeuge mit der Motorfahrzeugkontrolle im Rückstand. Das entspricht etwa 2,8 Millionen Fahrzeugen. Für die Betriebe der Branche ergeben sich daraus wirtschaftliche und organisatorische Fragen, die auch in Zukunft besondere Aufmerksamkeit verdienen.
Austausch bleibt wichtig
Zum Abschluss richtete die Sektion den Blick entschieden nach vorn und kündigte für den 12. November 2026 einen After Work Anlass an. Dieses Treffen soll den Austausch weiterführen und die Verbindungen zwischen den Akteuren der Branche stärken. Das Thema des Abends wird demnächst bekannt gegeben, doch bereits jetzt darf von einem geselligen und bereichernden Anlass für Mitglieder und Gäste ausgegangen werden.
Die nächste Generalversammlung der carrosserie suisse Sektion Fribourg findet am 13. Mai 2027 statt. Der Veranstaltungsort wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Text: Sektion Fribourg & carrosserie suisse