WM-Feeling Berner Art


Bern-Mittelland

Eine Prise GV, dazu etwas chinesisches Shanghai und ein Esslöffel News aus Bildung und Marketing: Die Mitglieder der Sektion Bern Mittelland erhielten am 27. April in der Mobilcity Bern allerhand Spannendes auf dem Silbertablett serviert.

Von zentraler Bedeutung sei die Carrosseriebranche für die Gesellschaft, betonte Sektionspräsident Adrian Bringold gleich zu Beginn der Generalversammlung im üK-Zentrum. "Unsere Arbeit ist systemrelevant und basiert auf goldenem Boden. Unsere Berufe haben Zukunft, unsere Fachkräfte verbinden Präzision mit Leidenschaft - wir sind die Macher der Mobilität." Starke Worte des Carrossiers, die auch seinen Stolz hervorhoben, die Region Bern repräsentieren zu dürfen. Nicht neu zur Region, jedoch neu in der Sektion als Mitglied begrüssen durften die Anwesenden die Carrosserie Pollinger GmbH aus St. Niklaus in der Nähe von Zermatt im deutschsprachigen Teil des Wallis. 

Zu Ehren von Heinz Steck

Bei aller Euphorie für die Branche hielt die Versammlung dann aber kurz inne, um dem letztes Jahr verstorbenen Ehrenmitglied Heinz Steck zu gedenken. Er hätte an diesem Tag seinen 95. Geburtstag gefeiert.

Das Carrosserie-Mobil und "Hazu"

Gleich mehrere News im Gepäck brachte der Branchenverband aus Zofingen mit. Isabel Suter, Leiterin Marketing, stellte unter anderem das sich in Produktion befindende Carrosserie-Mobil vor, einen "begehbaren Anhänger, der potenzielle Fachkräfte insbesondere an Berufsmessen begeistern und ihnen die Carrosserie- und Fahrzeugbauberufe näherbringen soll."
Das Carrosserie-Mobil rollt im ansprechenden Design angelehnt an den Jugendauftritt der Berufe daher und steht in einer ersten Phase den Sektionen und später auch Mitgliederbetrieben zur Verfügung.

Peter Elsasser, Leiter Berufsbildung bei carrosserie suisse, lenkte den Fokus auf die digitale Bildungsplattform Hazu, die alle an der Ausbildung beteiligten Parteien noch besser vernetzen und den Lernprozess vereinfachen soll. Die Einführung von Hazu ist schrittweise ab dem neuen Schuljahr hin im kommenden Sommer geplant.

Aktuelles aus dem üK-Zentrum

Die Branche bildet aus, viele Betriebe im Sektionsgebiet formen Lernende zu Fachkräften. Mitentscheiden hierfür sind auch die überbetrieblichen Kurszentren, in welchen die Jugendlichen ihre Fähigkeiten in Begleitung von Profis schärfen. Patrick Balmer, Präsident der Genossenschaft carrosserie suisse Academy, fädelte hier nach einigen Erläuterungen zu den Finanzen des Zentrums gleich ein: "Ausbildung ist eine komplexe Angelegenheit, Wissenstransfer ist von zentraler Bedeutung. Wir sind im Ausbildungszentrum bestrebt, unsere Aufgabe ernst zu nehmen - vielen Dank an das gesamte Team für die tägliche Arbeit dafür." Neu hinzu stossen zu diesem Team dieses Jahr Paolo Nicastro als Leiter des Zentrum sowie Michael Spielmann als üK-Leiter im Beruf Carrosserielackierer/-in EFZ.

Ebenso aktuell weht über der Mobilcity auch die Schweizer Flagge symbolisch im internationalen Wind. Die beiden WM-Teilnehmer, Carrosserielackierer Davide Manieri (Huggel Carrosserie AG, Münchenstein BL) und Carrosseriespengler Gilles Glauser (Carrosserie G&G AG, Niederwangen BE) trainieren intensiv für die WorldSkills 2026 im September. 
Der Berner Gilles gab den über 100 Anwesenden denn auch gleich etwas WorldSkills-Eindrücke mit auf den Weg - im Beisein von Trainerin Diana Schlup und seinem Vorgänger Dominik Bartlome, seines Zeichens ebenso aus dem Sektionsgebiet und Vizeweltmeister 2022. Gilles: "Ich freue mich sehr auf mein Abenteuer in Shanghai und schaue dabei auch zu meinem Vorbild Dominik auf." 

Diana Schlup, seit rund 10 Jahren als WM-Trainerin im Beruf Carrosseriespengler/-in unterwegs, präsentierte ihrerseits spannende Fakten rund um die WorldSkills: "Die Schweiz ist gemäss Medaillenspiegel die beste europäische Nation und im globalen Ranking auf dem sehr guten dritten Rang. Das zeigt also, dass wir mit der Weltelite mithalten können."

Im selben Atemzug unterstrich sie die Bedeutung des Arbeitgebers sowie der Sponsoren in der Kampagne, denn "ohne die Unterstützung des Betriebs und der Sponsoren wären eine solche Vorbereitung und vermutlich auch der damit verbundene Erfolg nicht möglich."
An den letzten WorldSkills in Lyon 2024 etwa holte die Schweiz 15 Medaillen. In Shanghai tritt Gilles Glauser für die Schweiz gegen 19 andere Nationen an, Carrosserielackierer Davide gegen deren 23.

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